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ISBN/EAN: 978-3-631-91732-9
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
146 S.
Format (T/L/B):
1.3 x 23.5 x 15.7 cm

Hersteller:
BoD - Books on Demand
info@bod.de
In de Tarpen 42
DE 22848 Norderstedt


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Selbst-Berechnungen: Optimierungen des Menschen in Romanen um 1930

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Beschreibung

Permanente Selbstverbesserung ist ein tief verankertes Muster kulturellen Denkens und Handelns - es geht auf die antike Selbstreflexion und die religiöse Beichte ebenso zurück wie auf ökonomische Buchführung und medizinische Berichte. Literarische Schreibformen sind davon tief beeinflusst, und dies zeigt sich in besonderer Weise auch bei der Romanproduktion der 1920er Jahre. Hier ist zunächst zu zeigen, wie Vermessungstechniken der Physiologie und der Industriepsychologie den neuen Menschen in Produktionsnormen zwingen, um sich am Markt zu behaupten - wie überhaupt Normierungen (auch des Körperkultes) den Alltag prägen. Nicht nur aber wird die Arbeitszeit getaktet, vielmehr durchdringt die Optimierungslogik alle möglichen privaten und öffentlichen Bereiche. Wie reagieren Romane auf diese Anforderungen der Effizienz, welche Figuren, Motive und Erzählweisen werden dort ausgeprägt? Dies soll an Beispielen von Irmgard Keun, Vicki Baum und Erich Kästner gezeigt werden.

Über Ralph Köhnen

Ralph Köhnen studierte Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte in Bochum, Berlin und München. Er promovierte über Rilke und Cézanne. In seiner Habilitation fokussierte er sich auf Das optische Wissen. Seit 2012 ist er Professor für Neugermanistik und Didaktik an der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht zu Literatur- und Mediengeschichte, Didaktik, sowie Gegenwartskunst.