Mitternacht in Charlbury House
Evi ist sauer: Ihre Mutter fährt mit ihrem neuen Ehemann in die Flitterwochen und sie muss zu einer 72-jährigen Tante, die sie überhaupt nicht kennt. Nachdem ihre Tante Anna sie in ihr kleines, dunkles und feuchtes Zimmer gebracht hat, entdeckt Evi ein paar Kratzer im Fensterglas: Sophia Fane, hier eingesperrt am 27. April 1814. Und als in ihrer ersten Nacht in Charlbury House vor diesem Fenster ein Mädchen auftaucht, das „Hilf mir“ sagt, beschließt Evi, dass ihre Tante sie sofort nach London zurückbringen muss.
Doch als sie ihr Zimmer verlässt, bemerkt sie, dass sie ganz andere Kleidung trägt und auch das Haus sich verändert hat – sie hat eine Zeitreise in das Jahr 1814 gemacht und ist nun das neue Dienstmädchen. Wie kommt sie in ihre Zeit zurück und was hat es mit dem Geheimnis der Sophia Fane auf sich?
Ein spannendes Buch, das sehr realistisch die Klassenunterschiede und soziale Ungerechtigkeit dieser Zeit schildert und mit Evi eine toughe Hauptfigur hat. Mit einem ironischen Unterton beschreibt sie immer wieder Menschen oder Situationen, was der Geschichte trotz der harten Umstände Witz und eine gewisse Leichtigkeit gibt.